Wenn Forschen mehr bewirkt als Wissen

Zwei Mädchen forschen

Liebe Eltern, liebe Freunde von ScienceLab,

Manchmal erreicht uns eine Rückmeldung, die uns ganz besonders berührt.

Nach einem unserer Ferienprogramme schrieb uns ein Vater, wie begeistert seine beiden Kinder jeden Tag nach Hause gekommen seien – voller Geschichten von spannenden Experimenten, interessanten Projekten und neuen Eindrücken aus ganz unterschiedlichen naturwissenschaftlichen Bereichen.

Besonders bewegt hat uns, was er über seine Tochter berichtete. Sie leidet unter selektivem Mutismus und ist auch in der Schule auf Unterstützung angewiesen. Vor Beginn der Woche war ihr Vater deshalb zunächst skeptisch, ob sie sich auf die Projekte und die Gruppe würde einlassen können.

Umso beeindruckender war für ihn die Entwicklung innerhalb weniger Tage:

„Sie hat sich so wohl und sicher gefühlt, dass sie ihre Ängste nahezu vergessen konnte. Sie hat mit den Betreuern kommuniziert, Kontakt zu anderen Kindern aufgenommen und sogar gemeinsam mit ihnen gespielt. Dass sie sich innerhalb so kurzer Zeit derart öffnet, Freude entwickelt und Vertrauen fasst, habe ich als Vater bisher noch nicht erlebt.“

Und weiter schrieb er:

„Für mich ist das ein außergewöhnliches Zeichen dafür, mit wie viel Engagement, Empathie und Herzblut das Science Lab gestaltet wird. Es wurden nicht nur spannende wissenschaftliche Inhalte vermittelt, sondern ein Ort geschaffen, an dem sich Kinder angenommen, sicher und wertgeschätzt fühlen.“

Sein Fazit:

„Das Science Lab ist aus meiner Sicht ein herausragendes Angebot und ein echter Mehrwert für Familien. Meine Kinder werden diese Woche sicherlich noch lange in positiver Erinnerung behalten – und ich als Vater ebenfalls.“

Solche Rückmeldungen bedeuten uns sehr viel. Denn natürlich möchten wir Kinder für Naturwissenschaften und Technik begeistern. Gleichzeitig möchten wir ihnen Räume geben, in denen sie neugierig sein dürfen, eigene Fragen stellen, sich ausprobieren und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten entwickeln können.

Ein großes Dankeschön deshalb an alle unsere Kursleiterinnen und Kursleiter, die mit so viel Engagement, Aufmerksamkeit und Herz solche Erfahrungen möglich machen.

Was fasziniert Dich an ScienceLab?

Mit diesem Newsletter starten wir eine neue kleine Reihe: In den kommenden Ausgaben möchten wir einige der Menschen vorstellen, die ScienceLab mit Leben füllen – und sie selbst erzählen lassen, was sie an ihrer Arbeit begeistert.

Den Anfang macht Thomas Jacqué, ScienceLab-Kursleiter im Rhein-Pfalz-Kreis:

ScienceLab Kursleiter Thomas Jacqué

„Hallo, mein Name ist Thomas Jacqué und ich bin als ScienceLab-Kursleiter im Rhein-Pfalz-Kreis unterwegs. Nach vielen Jahren in der Ausbildung bei BASF weiß ich, dass Lernen am besten funktioniert, wenn man Dinge selbst ausprobieren darf. Genau das begeistert mich auch an den ScienceLab-Kursen: Kinder experimentieren, beobachten und finden ihre eigenen Antworten.

Besonders spannend finde ich, mit welcher Neugier Kinder an scheinbar alltägliche Dinge herangehen. Da wird ein Tropfen Wasser plötzlich zum Forschungsobjekt oder ein Herbstblatt zum großen Aha-Erlebnis. Oft stellen die Kinder Fragen, auf die die Erwachsenen gar nicht mehr kommen würden.

Für mich sind das die schönsten Momente: wenn aus Staunen echtes Verstehen wird und die Kinder stolz ihre Entdeckungen präsentieren. Naturwissenschaft muss nicht kompliziert sein, sie darf vor allem Spaß machen. Und genau diese Freude am Entdecken möchte ich in meinen Kursen weitergeben.“

Vielen Dank, Thomas!

ScienceLab auf dem Wissenschaftsmarkt in Mainz

Forschen mit ScienceLab beim WissenschaftsmarktAm 12. und 13. September war ScienceLab auf dem Mainzer Wissenschaftsmarkt vertreten. Im Auftrag von Boehringer Ingelheim luden unsere Kursleiterinnen Ursula Horsten und Patricia Niklaus kleine und große Besucherinnen und Besucher zum Experimentieren ein.

An einem Forschertisch ging es um Lebensmittel und ihre Inhaltsstoffe. Unter anderem konnten die Kinder beobachten, was passiert, wenn ein Ei längere Zeit in Essig liegt und sich seine Kalkschale langsam auflöst.

An einer zweiten Station drehte sich alles um das Sehen: Mit Augenmodell, Linsen und optischen Täuschungen konnten die Besucherinnen und Besucher erforschen, wie unser Auge funktioniert und warum wir unserer Wahrnehmung manchmal nicht ganz trauen können.

Besonders beliebt war außerdem ein farbenfrohes Experiment mit Rotkohlsaft. Und weil es sich ganz einfach auch zu Hause ausprobieren lässt, haben wir es diesmal zu unserem Experiment des Monats gemacht.

Wer mehr über den Wissenschaftsmarkt erfahren möchte, findet einen ausführlichen Bericht unserer Kursleiterin Patricia Niklaus auf ihrer Website „Wald und Wunder“.

Experiment des Monats: Rotkohlsaft als Chemiedetektiv

Rotkohlsaft-ExperimentViele Flüssigkeiten sehen fast gleich aus – und haben trotzdem ganz unterschiedliche Eigenschaften. Mit Rotkohlsaft kann man diese Unterschiede sichtbar machen.

Das braucht ihr

  • einige Blätter Rotkohl
  • heißes Wasser
  • mehrere kleine Gläser
  • zum Beispiel Zitronensaft, Essig, Wasser und in Wasser gelöstes Natron
  • Teelöffel oder Pipetten

So geht es

Schneidet einige Rotkohlblätter klein und übergießt sie mit heißem Wasser. Nach einigen Minuten färbt sich das Wasser kräftig violett.

Lasst den Rotkohlsaft etwas abkühlen und verteilt ihn anschließend auf mehrere Gläser.

Nun gebt ihr in jedes Glas etwas von einer anderen Testflüssigkeit.

Schon nach kurzer Zeit könnt ihr beobachten, wie sich die Farbe verändert.

Zitronensaft oder Essig färben den Rotkohlsaft rötlich oder pink. Gibt man Natronlösung hinzu, verändert sich die Farbe eher in Richtung Blau. Je nach getesteter Substanz können sogar weitere Farbtöne entstehen.

Was steckt dahinter?

Rotkohl enthält natürliche Farbstoffe, die ihre Farbe verändern, je nachdem, ob eine Flüssigkeit sauer, neutral oder basisch ist.

Der Rotkohlsaft funktioniert also wie ein einfacher natürlicher Indikator – fast wie ein kleiner Chemiedetektiv.

Und dann beginnt das eigentliche Forschen:

Welche Flüssigkeiten möchtet ihr noch testen?

Apfelsaft? Mineralwasser? Seifenwasser? Limonade?

Wichtig ist natürlich: Nur Stoffe verwenden, die ungefährlich sind, und nichts probieren, was vorher mit Rotkohlsaft oder anderen Teststoffen vermischt wurde.

Jetzt starten wieder neue ScienceLab-Kurse

Mit dem neuen Schuljahr starten an vielen ScienceLab-Standorten wieder unsere regelmäßigen Forscherkurse für Kinder von 4 bis 12 Jahren.

Da sich die Angebote je nach Region unterscheiden, lohnt sich ein Blick auf die Seite der ScienceLab-Kursleiterin oder des ScienceLab-Kursleiters in Ihrer Nähe. Dort finden Sie alle aktuellen Kurse, Ferienangebote und Workshops. Gerne können Sie auch direkt Kontakt aufnehmen und sich beraten lassen.

Alle Standorte finden Sie auf unserer Kursleiterkarte auf der ScienceLab-Webseite.

Forschen beginnt mit einer Frage

Ob beim Wissenschaftsmarkt, in einem Ferienprogramm oder in unseren regelmäßigen Kursen: Oft braucht es gar keine komplizierte Laborausstattung, um Kinder fürs Forschen zu begeistern.

Manchmal reichen ein paar Alltagsmaterialien, ein bisschen Neugier – und eine gute Frage.

Denn genau dort beginnt Wissenschaft: beobachten, staunen, Fragen stellen und selbst herausfinden, was dahintersteckt.

Wir freuen uns auf einen Herbst voller kleiner und großer Entdeckungen – in unseren Kursen, bei Veranstaltungen und vielleicht auch bei Ihnen zu Hause. Denn spannende Forschungsfragen finden sich schließlich überall.

Herzliche Grüße
Ihr ScienceLab-Team

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